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Viel Lärm um nichts?

Im Gegenteil: Ganz schön viel Lärm um uns herum! Anlässlich des Welttag des Hörens am 3. März 2019 möchten wir auf die Lautstärke in deutschen Städten aufmerksam machen. Wir wollen ein Bewusstsein dafür schaffen, welcher Belastung unsere Ohren tagtäglich ausgesetzt sind. Für diese Aktion messen wir die Lautstärke an öffentlichen Orten in Berlin, Hamburg, München und Frankfurt. Die entsprechenden Dezibel-Zahlen werden wir mit abwaschbaren Kreidegraffitis auf dem Boden sichtbar machen. Um die Öffentlichkeit für Hörgesundheit zu sensibilisieren und gemeinsam die Lautstärke um uns herum wahrzunehmen. Für ein besseres Hören.


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Wie laut ist es bei Dir?

Miss den Lautstärke-Pegel in deiner Umgebung (Apps empfehlen wir auf unserer FAQ-Seite). Schick uns dann dein Ergebnis mit dem entsprechenden Standort. Wir erstellen eine Topografie der "Bundesrepublik Noiseland" - mit deiner Unterstützung.

Fünf Fragen - 30 Sekunden: Entdecke deinen Hörtyp!

 
 
 
 
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WAS?!

Unser Gehör verändert sich. Finde jetzt heraus, wie gut Du hörst. Der Hörtest dauert 6 Minuten, kann am Computer, Smartphone oder Tablet durchgeführt werden und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


 
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“Wer seine Ohren dauerhaft mit mehr als 85 dB(A) belastet, riskiert irreparable Schäden der Hörzellen, die in der Folge dann Hörstürze, Schwerhörigkeit oder sogar Tinnitus auslösen können. Deshalb ist es wichtig, so früh wie möglich damit zu beginnen, Menschen für die potentiellen Gefahrenquellen im Alltag zu sensibilisieren, zumal sich Hörbeeinträchtigungen mit der altersbedingten Verschlechterung des Hörvermögens oft noch verstärken.”

Prof. Dr. med. Birgit Mazurek (Direktorin Tinnituszentrum Charité & Vorstandsvorsitzende der Deutschen Tinnitus-Stiftung Charité)

Bildnachweis: © Deutsche Tinnitus-Stiftung Charité

 
 
 

Wer ist dieser “Dezibel” und wenn ja, wie viele?

Fragen und Antworten

 

Was versteht man unter Dezibel?

Dezibel (dB) ist das Maß, in dem der Schalldruckpegel angegeben wird. Ein Pegel von 0 dB entspricht der Lautstärke, bei der wir einen Ton mittlerer Frequenz gerade noch hören. Bei einem Anstieg des Pegels um drei Dezibel verdoppelt sich jeweils der Schalldruck, bei einem Anstieg von zehn Dezibel verzehnfacht er sich usw. In der konkreten Anwendung bedeutet das, dass scheinbar kleine Unterschiede im Lautstärkepegel einen großen Effekt auf unsere Ohren haben. Die sogenannte A-Frequenzbewertung ist die gebräuchlichste Form im Arbeits-und Gesundheitsschutz. Sie berücksichtigt Unterschiede im menschlichen Hörempfinden für verschiedene Tonhöhen.



Wie laut ist zu laut?

Als Faustregel wird oft die Grenze von 85 Dezibel herangezogen: Wenn Menschen regelmäßig acht Stunden oder mehr einem Pegel von 85 Dezibel ausgesetzt sind, laufen sie Gefahr, ihr Gehör dauerhaft zu schädigen. Wichtig ist: Es kommt nicht allein auf die Lautstärke an, sondern auch auf die Dauer der Beschallung. Das bedeutet, dass acht Stunden bei 85 Dezibel (vorbeifahrender LKW) einer ähnlichen Gehörgefährdung entspricht wie zwei Stunden bei 91 Dezibel (Presslufthammer) oder fünf Minuten bei 105 Dezibel (Clubs und Konzerte). Aber Lärm kann nicht nur das Hörvermögen schädigen, sondern verursacht auch Stress!

Was kann ich tun, um mein Gehör zu schützen?

Die wichtigsten zwei Regeln sind: Lautstärke reduzieren und Pausen machen. Wir raten auf jeden Fall Gehörschutz zu benutzen, z.B. bei Konzerten und Festivals. Außerdem ist es wichtig, den Ohren immer wieder eine Erholungsphase zu gönnen.


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“Nur wenn man seine Schwächen kennt, kann man sich auch schützen. Hörtests ermöglichen die frühzeitige Diagnose von Hörminderungen.

Die Aufmerksamkeit auf dieses wichtige Thema zu lenken ist das Hauptanliegen der Good Hearing Initiative. Ein tolles Projekt!”


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